Apenrade, 11.11.2019, von bö

INTERREG 112 – Großübung in Apenrade (DK)

Über 170 Einsatzkräfte, zwei Nationen, ein Ziel: eine der größten Übungen im Rahmen des EU-Projektes

Mittwoch, der 06. Dezember 2019. Ein zunächst milder Herbsttag sollte am späten Nachmittag eine fatale Wende nehmen: auf dem Gelände eines Industriegebiets nördlich des Apenrader Hafens (Apenrade, Dänemark) ereignet sich eine schwere Explosion. Mehrere Personen werden vermisst und verletzt, ein Tanklager mit mehreren tausend Kubikmetern Fassungsvermögen gerät in Brand. Eine giftige Rauchwolke zieht gen Süden in Richtung Flensburg. Mehrere Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten werden aus Dänemark alarmiert. Die Lage expandiert immer weiter, im Rahmen der Grenzkooperation wird in Deutschland nach Unterstützung angefragt.

Dieses Ereignis war die Ausgangslage für eine grenzübergreifende Großübung. Neben dem Löschzug Gefahrgut (LZG) des Kreises Schleswig-Flensburg und der Feuerwehrbereitschaft Nordfriesland wurde auch das THW aus Flensburg und Niebüll mit Wasserförderungkomponenten alarmiert.

Aufgabe der gemischten Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen aus beiden Ortsverbänden war, Löschwasser für Wasserwerfer zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Werfern wurden die betroffene Bereiche äußerlich abgekühlt um eine Brandausbereitung zu verhindern. Da der fiktiv brennende Tank mit öligen Substanzen gefüllt war, gelangten diese mit dem Löschwasser ins Hafenbecken. Dänische Kameraden grenzten ein Teil des Hafenbereichs mit Ölsperren ab, die Börger-Pumpe 5000l/min des OV Flensburg wurde dort angesetzt, um dann über eine Strecke von fast 200 Metern sauberes Löschwasser zu fördern. Nach der Ankunft THW-Einheiten an der Einsatzstelle und der ersten Erkundung, konnte nach knapp 30 Minuten Aufbauzeit am Übergabepunkt das Wasser einem Flugfeldlöschfahrzeug der dänischen Luftwaffe zur Verfügung gestellt werden. Die Kooperation zwischen den dänischen und deutschen Kameraden verlief einwandfrei. Geführt wurden die THW Einheiten vom Zugtrupp des OV Flensburg.

Als zusätzliche Besonderheit durften wir einen Kameraden der Berufsfeuerwehr Flensburg in unserem Zugtrupp begrüßen. Der Wachabteilungsleiter fungierte als Übungsbeobachter. Die Zusammenarbeit wird durch derartige Aktionen verstärkt, ein weiterer Teil des THW-Leistungsspektrums präsentiert.

Nach knapp 5 Stunden (inkl. An- und Abfahrt) wurde die Übung mit Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft in Flensburg beendet werden.


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